Der Norden Fünens

Die Ziele dieses Beitrags befinden sich in Sektor 2 meiner Einteilung (zum Vergrößern bitte auf  die Grafik klicken).

Von Jütland, aus Richtung Kolding kommend, kann man den Kleinen Belt über zwei Brücken nach Fünen überqueren. Die natürliche Streckenführung wäre, einfach der Autobahn E 20 zu folgen und über die neue Kleine-Belt-Hängebrücke (Ny Lillebæltsbroen) nördlich von Middelfart auf Fünen überzusetzen.

Es gibt weiter südlich noch die Möglichkeit entlang der Sekundärstraße 161, von Frederica, Ortsteil Snoghøj, kommend über die alte Kleine-Belt-Brücke (eine immer noch beeindruckende Stahlkonstruktion, fertiggestellt 1935) überzusetzen. Man gelangt auf diese Weise direkt ins Ortszentrum Middelfart (interessant, wenn man dort den Schlüssel für das Ferienhaus übernehmen muss – und sehr viele Ferienhaus-Carrier haben hier ihre Büros). Ich empfehle aber trotzdem auf der Autobahn überzusetzen, denn gleich nach dem Übersetzen erreicht man die Ausfahrt Middelfart und ist so vielleicht sogar noch etwas schneller im Ortskern Middelfarts.

ny_lillebaeltsbroen

Ny Lillebæltsbroen

GPS:  55°31’6.85″N, 9°44’58.29″E
Fotoquelle: WikiMedia Commons

Lillebaeltsbro

Lillebæltsbroen

GPS: 55°31’4.72″N, 9°42’36.58″E
Fotoquelle: WikiMedia Commons

Middelfart

GPS:  55°30’21.82″N, 9°43’52.05″E

Und wenn man schon in Middelfart ist, dann kann man es auch gleich erkunden. Am besten von einem sehr merkwürdigen Mittelpunkt der Stadt: Der liegt nämlich eben nicht in der Mitte der Stadt, sondern direkt am Hafen. Dort ist ein größerer Parkplatz, wo wir unsere Benzinkutsche abstellen können (GPS: 55°30’24.04″N, 9°43’47.88″E).

2015-09-05_185742_DSC_6620_DxO

Ny Lillebæltsbroen

Gehen Sie vom Parkplatz ein paar Meter zum Hafenbecken, dann haben Sie linker Hand einen Blick auf die alte Kleine-Belt-Brücke (jene oben bereits Stahlkonstruktion). Schauen Sie nach halbrechts und sie blicken auf die neue Kleine-Belt-Brücke in ihrer vollen Pracht.

Gleich neben dem Parkplatz befindet sich in einem Rundbau ein kleines, schnuckeliges Hafen-Café mit Terrasse, falls Sie sich von der Fahrt gleich etwas stärken möchten (GPS: 55°30’23.67″N, 9°43’49.98″E).

Gegenüber des Cafés, auf der anderen Straßenseite, beginnt bereits die Fußgängerzone zur Innenstadt. Nach nur etwa 50 Metern befinden wir uns bereits am Marktplatz, ein großer Platz mit Springbrunnen und einem weiteren gastronomischen Betrieb (GPS: 55°30’21.06″N, 9°43’49.70″E).

St. Nicolai Kirke
2015-09-05_185431_DSC_6606_DxO-2

St. Nicolai Kirke

In Höhe des Springbrunnens biegen wir rechts ab in die „Algade“ und erreichen nach ca. 200 m Middelfarts Hauptkirche, die St. Nicolai-Kirke in zunächst wuchtig romanisch wirkender Backsteinbauweise, aus dem 12. Jahrhundert (weil sie mehr Rund- statt-Spitzbogenfenster aufweist). Sieht man aber genauer hin, erkennt man, dass die Kirche sehr viel filigraner gebaut ist, als sie wirkt. Spätestens im Inneren, mit Blick nach oben ins Kreuzgewölbe, erkennt man aber, dass es sich eindeutig um eine gotische Basilika handelt. (GPS: 55°30’24.13″N, 9°43’40.76″E)

Ansonsten geht es stilmäßig in der Kirche recht bunt zu: Ein Altar in Knorpelbarock (Ohrmuschelstil) aus dem 17. Jahrhundert, die Kanzel im Renaissance-Stil von 1596, das Taufbecken mit Engelsgestalt stammt von 1845 und die Frobenius-Orgel schließlich wurde 1962 eingebaut.

Museum im Fachwerkbau

GPS: 55°30’24.23″N, 9°43’37.71″E
Brogade 8, 5500 Middelfart, Dänemark
Telefon:+45 64 41 47 41

2015-09-05_185609_DSC_6615_DxO

Henner-Friisers Hus

Gleich neben der Kirche, an der Kreuzung Knorrgade/Brogade, befindet sich ein traumhaftes altes Fachwerk-Ensemble, wobei ein Teil davon das wunderschöne, alte Giebelhaus Henner-Friisers Hus bezeichnet wird. Das Haus gehört zum schräg gegenüber, in der Algade 8 liegenden Middelfart-Museum (Historiens Hus) und enthält eine Ausstellung über Schweinswale und die Tümmlerjagd.

Clay Keramik-Museum

GPS: 55°30’28.18″N,  9°43’12.86″E
Kongebrovej 42, 5500 Middelfart
+45 64 41 47 98

2015-09-05_184555_DSC_6577_DxO

Grimmerhus – Rückseite

Jetzt müssen wir ein paar Hundert Meter laufen und zwar von der Algade, am Henner Friisers Hus vorbei geradeaus in die  Gl. Vestergade. Nach etwa 130 m biegen wir links in die Buggesgade ab und und folgen dieser, bis sie nach weiteren 130 m in den Kongebrovej mündet. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Kongebrovej, am Friedhof vorbei ca.  300 m. Wir stehen nun vor einem wirklich schönen, Danmarks_Keramikmuseum_-_Grimmerhus,_udstillingrot-weißen, ehemaligen Herrenhaus, dem Grimmerhus. Das Gebäude beherbergt das Clay-Keramik-Museum und das sieht man bereits wenn man am Haus links vorbei Richtung Kleiner Belt blickt. Dort symbolisiert eine riesige Keramik-Amphore, die Art der Sammlung im Haus. (Fotoquelle Innenaufnahme: WikiMedia Commons)

Im Wesentlichen waren das die Highlights Middelfarts. Bevor wir unsere Tour Richtung Norden, fortsetzen, gibt es westlich, unmittelbar vor den Toren Middelfarts noch eine wunderbare Schlossanlage zu besichtigen, nämlich 

Hindsgavl Slot

GPS:  55°30’18.48″N, 9°41’27.84″E (Großparkplatz)
Hindsgavl Alle 7, 5500 Middelfart
Telefon: +45 64 41 88 00

2015-09-10_161714_DSC_8707_DxO

Hindsgavl Slot

Vorweg: Schloss Hindsgavl ist ein ehemaliger Herrensitz und beherbergt heute eine große 4-Sterne-Hotelanlage mit Tagungszentrum. Man kann es jederzeit besichtigen, das exzellente Restaurant ist auch für Nichthotelgäste geöffnet.

Die Geschichte des Schlosses Hindsgavl geht zurück bis ins 12. Jahrhundert und der Name erscheint erstmals 1231 im Guts- und Herrenhofverzeichnis von König Valdemar II. Die heutigen Gebäude wurden im Jahre 1784 im klassizistischen Stil erbaut.

2015-09-10_162727_DSC_8736_DxO

Wikinger-Haus

Bereits bei der Anfahrt gibt es etwas zu sehen: Um zum Schloss zu gelangen, muss man ein Wildgehege durchfahren (es gibt zwei Wege, den direkten südliche über die Hindsgavl Alle oder den deutlich längeren nördlichen über den Granhækken. Ich empfehle die etwas längere, nördliche Zufahrt, weil man damit das gesamte Wildgehege umrundet – und Vorsicht, man fährt direkt durch das Gehege, die Straße ist nicht durch einen Zaun abgetrennt. Die Wildtiere werden durch Rollen-Barrieren, die man überfahren muss, am Verlassen der Anlage gehindert). Wir haben jede Menge Rotwild, ich meine sogar einige Elche herumtappen sehen.

2015-09-10_163101_DSC_8751_DxONeben der eigentlichen Schlossanlage befindet sich ein Gerätehaus, idyllisch im Stile eines Wikingerhauses errichtet. Besonders lohnenswert aber vor allem der riesige Park des Schlosshotels, der öffentlich und deshalb frei zugänglich für jedermann ist. Eine wunderbare Anlage, mit vielen seltenen Bäumen und Sträuchern – und einem „hyggeligten“, reetgedeckten Pavillon aus Naturmaterialien für besondere Anlässe.

2006-10-06_133820_100_3211_DxO

Laube „Sorgenfri“ (Sanssoussis)

Der Blick aus dem Park, über den Kleinen Belt, hinüber zur Insel Fænø ist am schönsten an einem weiteren Kleinod des Parkes, von einer kleinen, reetgedeckten, kapellenartigen Laube, die die Bezeichnung „Sorgenfri“ (Sanssoussis = Ohne Sorge). (GPS:  55°30’18.03″N, 9°41’9.51″E)

In der Laube kann man auf einem Schild ein Gedicht, angeblich von Hans Christian Andersen, lesen. Doch dessen Urheberschaft ist strittig, weil nicht durch Dokumente belegt und es befindet sich auch nicht im offiziellen Werkeverzeichnis des Dichters und Märchenerzählers. Das Gedicht ist eine Hommage an König Christian VIII. und es lautet:

gedichtKong Christians milde blikke dvæled her,
hans herskersjæl sig for naturen bøjed,
thi milde følelser lå hans hjerte nær,
og småt med stort han kærligt sammenføjed,
derfor han kaldte stedet Sorgenfri,
og ønsked, sorg fra Hindsgavl måtte vige,
og mindedes her det Sorgenfri,
hvorfra han huldrigt styred Danmarks rige.

Digtet af H. C. Andersen Tilegnet Kong Christian d. 8de

Zu Deutsch in etwa:

König Christians milde Blicke weilten hier,
Die Seele des Herrschers, gebeugt vor der Natur,
Weil sanfte Gefühle er im Herzen trug
Und Klein und Groß in Liebe einte.
Drum nannt‘ er den Ort „Ohne Sorge“*,
Und wünschte, von „Hindsgavl“ mög‘ aller Kummer weichen
Und mahnte, hier sei Ohne Sorge,
Von wo huldvoll er lenkte der Dänen Reich.

Gedichtet von H. C. Andersen, gewidmet König Christian VIII.

*Anmerkung: von Soussoussis = frz. Sans souci = Ohne Sorge

Zu guter Letzt: Middelfart aus der Luft:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf diesen Banner klicken.

Wir setzen unsere Reise fort, verlassen Middelfart in nordöstlicher Richtung, zurück zur Autobahn E 20.

Auf dem Wege angucken:

Strib Fyr

GPS:  55°32’33.92″N, 9°45’25.45″E

strib_fyr

Strib Fyr

Wir unterqueren die Autobahn E 20 an der Ausfahrt Middelfart und biegen nach ca. 800 m linkes in den Strib-Landvej Richtung Strib ab. Wir folgen der Straße, die in Strib den Namen ändert auf Vestergade, immer gerade aus, bis letztere nach einer leichten Linkskurve in einer Straßengabelung mündet. Wir folgen weiter dem logischen Straßenverlauf in die Tjæreletten, welches sich nach 140 m erneut aufgabelt. Hier, an einem rechts gelegenen Gewerbegebäude rechts und nach weiteren knapp 100 Meter wieder links abbiegen und wir sind am schönen Leuchtturm Strib Fyr. (Fotoquelle: WikiMedia Commons)

Vom Leuchtturm in nordöstlicher Richtung geht einer der wenigen, längeren Strandabschnitte  Fünens ab. Folgen wir dem Strand ca. 4,5 km, dann gelangen wir zur

Røjle Klint

GPS: 55°33’7.48″N,  9°48’26.21″E

roejle_klint

Røjle Klint

Jede Erhebung in Dänemark, größer als 10 m über dem Meeresspiegel, ist dort etwas besonderes, und daher wert angeguckt zu werden. So auch die bis zu 45 m  hohe Klippe Røjle Klint an der Nordwestküste Fünens, etwa 3 km nördlich von Strib, wo sich der Kleine Belt bereits ins Kattegat weitet. Røjle Klint steht seit 1939 unter Naturschutz. (Fotoquelle: WikiMediaCommons, aufgenommen am Ufer bei Federica /Jütland)

Von der Røjle Klint weiter – zunächst nach Osten – folgt der Strand der sich weit nach Süden schwingenden Båring Bucht, deren Strände vor allem Camping-Urlauber anziehen.  Südlich der Bucht liegt das Namen gebende Dorf Båring. Von hier folgen wir der Sekundärstraße 303 Richtung Skovs Højrup wo kurz vorher Richtung Brenderup in den Rugårdsvej abbiegen. Ihm folgen wir etwas mehr als sechs Kilometer in das Örtchen Harndrup. Dem Rugårdsvej folgen wir bis zur Hausnummer 51, wo unser nächstes Zwischenziel auf uns wartet, nämlich der

Humlemagasinet Haver

GPS: 55°27’53.50″N, 10° 1’26.10″E
Rugårdsvej 51,
DK-5463 Harndrup
Telefon: +45 64 88 11 90

HarndrupHumlemagasinetDer Humlemagasinet Haver (übersetzt in etwa „Hopfenspeicher-Garten“). Eine Mischung aus Museum mit angrenzenden Themenparks, wie Fünens größten Hopfengarten, mit Lavendel, Georginen und Rosen, einen kleinen Obstgarten mit 30 verschiedenen, alten fünischen Apdelsorten, einen französischen Parterre-Garten mit Rosen (Prinzessin Marie-Garten), einen englischen Rosengarten, ein kleiner Agaven- und ein Rhododendrongarten. Ein Restaurant/Café gibt es dort natürlich auch. (Fotoquelle: WikiMedia Commons)

Im Winter ist geschlossen. Die Wiedereröffnung, heuer am 30.04.2016 – und das wird Besucher aus Bayern erfreuen – startet das Museum mit einer Ausstellung zu König Ludwig II. (ja, das ist der „spinnerte“ bayerische König, der u.a. Schloss Neuschwanstein erbaut hat).

Weiter geht’s zurück nach Norden, ans Kattegat und zwar nach 

Bogense

 GPS: 55°34’1.80″N, 10° 5’17.11″E

Sankt_Nikolaj_Kirke_bogense

St. Nicolaj Kirke

Bogense ist mit rund 3.700 Einwohnern Fünens kleinste Handelsstadt. Das Dominierende der Stadt ist sicher die vergleichsweise große Marina, in dem die Sportschifffahrt das Sagen hat. Bogense weist idyllische Straßenzüge mit alten Fachwerkhäusern aus. Hier im hat man es übrigens nicht weit, vom Meer mitten in den Wald. Eine Kombination, die es in Dänemark eher selten gibt. Interessant die für Dänemark eher untypische Kreuzkirche St. Nicolaj. Doch nicht nur ihr Kreuzschiff ist für Dänemark untypisch, ihr Kirchturm hat auch ein achteckiges, mit Holzschindeln gedecktes Spitzdach. (GPS: 55°34’1.80″N, 10° 5’17.11″E)

Vandtårn (Wasserturm)

Sehenswert der herrliche, gleich am Kirchfriedhof angrenzende, langgezogene Marktplatz, mit idyllischen kleinen Häuschen und eingesäumt von großen Lindenbäumen. Am südlichen Ende des Marktes geht links der Roligedsvej  (Einbahnstraße) ab. Folgen wir diesem, gelangen wir nach knapp 100 m zum ansehnlichen Wasserturm, der im Sommer auch als Aussichtsturm bestiegen werden kann.

bybaekkenRichtig idyllisch mutet der Spaziergang entlang das Stadtbaches im Bybækken (Gasse zwischen Adelgade und Skovvej gelegen) an. Um den Weg zu finden sucht man am besten das Anwesen Adelgade 89. Direkt daneben liegt das Gässchen entlang des Baches. (GPS: 55°33’53.42″N, 10° 5’32.21″E – Fotoquelle: WikiMedia Commons)

 

Zu guter Letzt: Bogense in bewegten Bildern

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf diesen Banner klicken.

Æbelø

GPS:  55°37’56.22″N, 10°10’46.71″E

aebeloeVom Hafen in Bogense aus kann man einen Bootsausflug zu dem kleinen Inselchen Æbelø (Apfelinsel), rund neun km nord-östlich vom Hafen gelegen, unternehmen.

Bei Niedrigwasser kann man auch von der Halbinsel Lindø zu Fuß über den Ebbevej zu dem Inselchen waten (Einstiegstpunkt GPS:  55°35’44.44″N,  10°11’18.22″E).

Der Pfad zum Waten ist durch Markierungsstangen kenntlich gemacht. Gut beraten ist, wer diesen auch wirklich folgt.

Achtung, die Strecke ist länger als man denkt, einfach fast vier Kilometer! Wenn man loswatet erreicht man nach etwas mehr als einem Kilometer zunächst die Vorinsel Æbeløholm, die ebenfalls etwa einen Kilometer lang ist. Danach nochmal etwas mehr als einen Kilometer über einen kleinen Damm trockenen Fußes zur Hauptinsel.

Gerüchteweise habe ich gehört, dass man von Lindøhoved aus auch eine Kutschfahrt oder Fahrt im Traktor-Anhänger nach Æbelø unternehmen kann. Ich habe allerdings das Kutschunternehmen noch nicht herausgefunden aber im Netz immerhin Bilder davon gefunden, wie zum Beispiel dieses hier: Vadetur til Æbelø

Auf der Hauptinsel gibt es sogar einen Leuchtturm, ganz an der Nordspitze: Æbelø Fyr. Will man den erreichen, schlägt das noch einmal mit fast drei Kilometern zu Buche. Vom Einstiegspunkt zum Waten bis zum Leuchtturm sind es zusammen also mehr als 7 km. Und die muss man am Ende auch wieder zurück laufen. Das sollte man bei der Tourenplanung – unter Berücksichtigung der mäßigen Tide in dem Bereich – unbedingt berücksichtigen.

Dort, beim Leuchtturm, an der Westseite, gibt es auch ein beeindruckendes, über 20 Meter hohes Steilufer. Die ganze Insel ist bewaldet und steht unter Naturschutz. Entsprechend sollte man sich dort verhalten.

Empfohlene Ausstattung: Kurze Hosen, wassertaugliche Schuhe, Rucksack mit Brotzeit und Getränke (nein, es gibt kein Wirtshaus zur Belohnung auf Æbelø). Damit man sich das besser vorstellen kann:

So watet man nach Æbelø:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf diesen Banner klicken.

Wir nähern uns dem Ende unserer Nordfünen-Tour. Aber wir können uns noch die unter Naturschutz stehende

Halbinsel Enebærodde,

an der Ausfahrt aus dem Odense-Fjord ins Kattegat besuchen. Wie gesagt, Naturschutzgebiet! Das heißt, wir müssen unser motorisiertes Fahrzeug vor der Halbinsel abstellen. Das kann man an einem großen Parkplatz in Hasmark Strand (GPS:  55°32’59.65″N, 10°29’42.36″E). – Und hier, am Hasmark Strand soll es die schönsten Strände Fünens geben. Ansehnlich ja, ob’s wirklich die schönsten sind, weiß ich nicht.

Wer gut zu Fuß ist, der kann die fast sechs Kilometer lange Halbinsel bis zu ihrer südöstlichen Spitze ablaufen (ja laufen – oder mit dem Rad fahren. Eine Straße gibt es dort nicht und Kraftfahrzeuge sind verboten!) und kann dort den Leuchtturm Enebærodde Fyr besuchen (GPS: 55°30’58.23″N, 10°33’39.54″E). Es erwartet ihn eine urige Heidelandschaft, die sich mit Nadelwäldern abwechselt, vor allem aber viel Ruhe und beste Luft.

frachter

Enebærodde Fyr

Und wer ganz viel Glück hat, der kann genau hier am Leuchtturm evtl. der Jungfernfahrt eines in der Odense Staalskibsværft frisch gebauten Frachtriesen, der sich durch die Meerenge zwischen Enebærodde und der gegenüberliegenden Halbinsel Hindsholm zwängen muss, sehr nahe kommen. (Fotoquelle: WikiMedia Commons)

Angler aufgepasst: Wer den langen Weg zu Fuß nicht scheut und sein Angler-Equipment in Grenzen halten kann: hier, wo die Gezeiten das Wasser in den Odense-Fjord pressen und wieder herausziehen, soll das Meeresforellen-Anglerparadies sein. Aber auch Dorsche und Plattfisch kann man dort angeblich zuhauf der Ostsee abringen – so jedenfalls meint es www.fishmaps.de.

Zu guter Letzt: Enebærodde aus Drohnensicht:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf diesen Banner klicken.

Auf dem Wege angucken:

Herrensitz Hofmansgave

(GPS: 55°32’17.07″N, 10°28’56.79″E) 

HofmansgaveVom Parkplatz in Hasmark Strand fahren wir nun nach Süden, Richtung Odense und kommen an einem beeindruckenden Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert, namens Hofmansgave vorbei. Die Anlage wurde einst auf einer Insel im Odense-Fjord gebaut, welche aber seit 1756 landfest ist. Die heutige Drei-Flügel-Anlage mit viel Fachwerk und Rokoko-Anklängen kann nicht besichtigt werden, jedoch steht der wunderbare Park der Öffentlichkeit zur Verfügung. (Fotoquelle: WikiMedia Commons)

Damit endet unsere Nordtour – fast! Noch nicht ganz, denn zu ihr gehört noch Fünens Metropole Odense. Ihr aber will ich einen eigenen Beitrag widmen.

Kurt O. Wörl

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare sind geschlossen.